Die Situation in der Afar-Region, Äthiopien

Die Ernährungslage der Bevölkerung in der Danakil extrem schlecht. Zu wenige Nahrungsmittel sind im Land verfügbar und durch die Inflation sehr teuer. Unsere Partnerorganisation kann nicht überall dort helfen, wo große Not herrscht. Valeries Berichte über die drastische Zunahme an unterernährten Müttern und Kindern machen uns betroffen. Zu wenige Familien haben genügend Nahrungsmittel oder Tiere und damit Milch für die Kinder. Wir von Aktion Not wenden setzen Spenden für Notleidende ein. Momentan ist die Versorgung der Bevölkerung in der Region Afar sehr kritisch. Am 26. Januar 2024 berichtete Valerie Browning von einer dramatischen Zunahme an unterernährten schwangeren Frauen und Müttern sowie einer zunehmenden Sterblichkeit bei Kindern unter fünf Jahren in den Gebieten, wohin man Hilfe nur mit Kamelen bringen kann. Wir können helfen, Menschenleben zu retten.

Jahreshauptversammlung 2023

Die Mitgliederversammlung von Aktion Not wenden fand am 10. März 2023 statt. Es wurde über die satzungsgemäße Verwendung der Spenden berichtet. Im Jahr 2022 konnte mit Nahrungsmittelhilfen und einem speziellem Projekt für die Flüchtlingskinder in der Afar-Region geholfen werden. Der geprüfte Kassenbericht wurde genehmigt und der Vorstand entlastet. Ausführliche Informationen und Bilder bietet unser Jahresbericht 2022

Großes Leid – von der Weltöffentlichkeit unbemerkt

Stark unterernährtes Kind

Valerie Browning, Projektpartnerin des Vereins Aktion Not wenden, berichtete Ende Juni in Neustetten über die Situation in der Afar-Region in Äthiopien. Aktion Not wenden hatte gemeinsam mit dem Forum Kinder in Not e.V. Interessierte eingeladen.

Am 24. März 2022 verkündete Äthiopiens Regierung nach 17 Monaten einen unbefristeten „humanitären Waffenstillstand“ im Bürgerkrieg gegen die Tigray People’s Liberation Front (TPLF). Hilfskonvois konnten nach Monaten lebensrettende Nahrungsmittel in die Region Tigray bringen. Dieser Krieg hat dramatische Spuren hinterlassen, unzählige Menschen traumatisiert, Zehntausende das Leben gekostet und zudem Millionen Äthiopier zu Flüchtlingen gemacht.

Die Not in Afar nimmt kein Ende

Die ohnehin schon gebeutelte Afar-Region im Tiefland Äthiopiens ist jedoch – wie auch andere Regionen des Landes – nicht aus der Krise. Die Krankenschwester Valerie Browning, die seit über 30 Jahren in Afar lebt und mit äußerstem Einsatz Not lindert, zeigte erschütternde Bilder:
Die komplette Zerstörung des deutschen Krankhauses Target, die Verwüstung von Gesundheitseinrichtungen, Schulen, Infrastruktur, Brunnen, Mühlen und der Hütten. All dies hat die Bevölkerung ihrer Lebensgrundlagen beraubt. Familien haben Angehörige zu betrauern, Mütter ihre Kinder verloren. Die Nomaden haben ihr Vieh und damit die wichtigste Lebensgrundlage verloren – liefern die Tiere doch Milch, das Hauptnahrungsmittel für die Kinder.

Das Leid nimmt kein Ende, denn am Horn von Afrika herrscht die schwerste Dürre seit Jahrzehnten. Die Nahrungsmittelknappheit hat sich durch den Krieg in der Ukraine verschlimmert und die Preise steigen. Aus Angst vor Landminen trauen sich die Familien nicht in ihre Heimatdörfer zurück, andere haben Angst vor Milizen. So harren die meisten Flüchtlinge in der bis 50 Grad heißen kargen Danakilwüste aus, denn die wenigen Flüchtlingslager reichen bei weitem nicht aus.

Nahrungsmittelhilfe und Basisgesundheitsversorgung

Die Krankenschwester Valerie Browning und ihre engagierten Helfer vom Verein APDA bemühen sich darum, das Leid zu mindern. Mit Kamelen bringen sie Getreide, Öl und Datteln, die einen hohen Kaloriengehalt haben und direkt verzehrt werden können, zu den Bedürftigen. Sie leisten Basisgesundheitsversorgung und kümmern sich darum, dass viele mangel- und unterernährten Kinder behandelt werden. Nichtsdestotrotz sterben viele Kleinkinder ehe ihnen geholfen werden kann.

Viele Fragen wurden beantwortet, doch am Ende der Veranstaltung blieb eine ratlose Zuhörerschaft zurück. Spenden sind sinnvoll, weil man weiß, dass sie genau dort ankommen werden, wo sie bitter nötig sind, aber wie die Zukunft dieser Region aussehen wird blieb offen.

Jahreshauptversammlung 2022

Die Jahreshauptversammlung 2022 fand am 20. März 2022 online statt. Es wurde über die satzungsgemäße Verwendung der Spenden berichtet. Der geprüfte Kassenbericht wurde genehmigt und der Vorstand entlastet. 

Was wir im Jahr 2021 bewirken konnten und einen Ausblick auf das Jahr 2022 lesen Sie in unserem Jahresbericht 2021.

Jahreshauptversammlung 2021

Die Jahreshauptversammlung 2021 fand am 21. März 2021 statt. Es wurde über die satzungsgemäße Verwendung der Spenden berichtet. Der geprüfte Kassenbericht wurde genehmigt und der Vorstand entlastet. 

Was wir im Jahr 2020 bereits bewirken konnten lesen Sie in unserem Jahresbericht 2020.

Gründung Aktion Not wenden

Der gemeinnützige Verein Aktion Not wenden wird am 21. November 2020 in Neustetten geründet.

Aktion Not wenden verfolgt mildtätige und gemeinnützige Zwecke (gemäß § 52 AO) durch:

  1. Humanitäre Hilfe, d. h. durch Fürsorge und die Bereitstellung von Nahrung, Obdach, medizinischer Versorgung.
  2. Förderung von Projekten, die sich die Bildung der Menschen und deren Befähigung zur Selbsthilfe zum Ziel setzen.
  3. Öffentlichkeitsarbeit zu menschlicher Not und Missständen.

Alle Mitglieder unterstützen den Verein ehrenamtlich, sodass keine Verwaltungskosten anfallen. Mehr über uns in der Vereinssatzung.

Als erste Vorsitzende wird Ramona Gresch gewählt.

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