Über uns

Aktion Not wenden unterstützt dort, wo Menschen dringend Hilfe brauchen.

Aktuell unterstützen wir mit den Spenden Flüchtlinge in Afar, Äthiopien. In Kooperation mit unserer Partnerin Valerie/APDA leisten wir Hilfe für Vertriebene, insbesondere für Kinder.

Unterernährtes Kind wird untersucht
Die Ernährungslage der Kinder wird kontrolliert. Bei ernsthafter Unterernährung werden sie behandelt oder in ein Krankenhaus gebracht. (Bild: Valerie Browning)

Aktion Not wenden verfolgt mildtätige und gemeinnützige Zwecke (gemäß § 52 AO). Diese erreichen wir durch:

  1. Humanitäre Hilfe, d. h. durch Fürsorge und die Bereitstellung von Nahrung, Obdach, medizinischer Versorgung.
  2. Förderung von Projekten, die sich die Bildung der Menschen und deren Befähigung zur Selbsthilfe zum Ziel setzen.
  3. Öffentlichkeitsarbeit zu menschlicher Not und Missständen.
Helena und Jörn vorstellung
Annika Vorstellung
Motivation Valentin
Ramona Vorstellung
Motivation Horst
Mitglieder Vorstellung Helena & Jörn
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Mehr über uns in der Vereinssatzung:

Aktuelles

Hoffnung für die Zivilbevölkerung: Waffenstillstand

November 2022. Nachdem im August 2022 wieder Kämpfe ausgebrochen waren, gingen die Truppen der Regierung erneut gegen die als Rebellen eingestufte TPLF vor. Im November hatte die Regierung die wichtigen Städte in der Region Tigray unter ihrer Kontrolle. Die Bemühungen um Frieden und die langwierigen Verhandlungen in Südafrika führten schließlich am 2.11.2022 zu einem hoffnungsvollen Abkommen.

Flüchtlinge in provisorischen Lagern
Provisorische Flüchtlingslager wie diese in der Afar-Region gehören hoffentlich bald der Vergangenheit an.
(Bild: Ramona Gresch)

Auch wenn die Mehrheit der uns bekannten Äthiopier das Friedensabkommen skeptisch sehen, ist es ein großer Schritt für die leidende Bevölkerung in Afar, Amhara und Tigray. Hilfe kann nun allen Bedürftigen gebracht und das Leid der Zivilbevölkerung eingedämmt werden.

Die Afar, die – so wie auch die Amharen und Tigrinya – viele Kriegstote und -verletzte beklagen, haben begonnen, in die vormals umkämpften Gebiete, ihre Heimat, zurückzukehren.

Für viele bedeutet das einen Neuanfang. Nach aller Zerstörung, dem Verlust ihrer Lebensgrundlage, müssen die Geflüchteten häufig wieder bei Null anfangen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Aufbauhilfe gibt es in Äthiopien für die Bevölkerung nicht. Deshalb sind Hilfsorganisationen wie Aktion Not wenden oft die einzige Unterstützung für die Menschen. Unsere Partner vor Ort leisten hervorragende Arbeit, der wir aufgrund der langjährigen Erfahrung vertrauen können.

7.000 Euro zur Nahrungsmittelhilfe für Flüchtlinge

Im September überwies Aktion Not wenden die gesammelten Spenden an unsere Partnerorganisation APDA. Vor Ort wurden Nahrungsmittel gekauft und mit Kamelen zu den Bedürftigen gebracht. Eine wichtige Hilfe für die Flüchtlinge, die von sonstiger Versorgung abgeschnitten waren.

Kameltransport Afar
Die Kamele bringen gemahlene Gerste und Datteln zu den Geflüchteten. (Bild: APDA)

Großes Leid – von der Weltöffentlichkeit unbemerkt

Valerie Browning, Projektpartnerin des Vereins Aktion Not wenden, berichtete Ende Juni in Remmingsheim über die Situation in der Afar-Region in Äthiopien. Aktion Not wenden hatte gemeinsam mit dem Forum Kinder in Not Interessierte eingeladen.

Am 24. März 2022 verkündete Äthiopiens Regierung nach 17 Monaten einen unbefristeten „humanitären Waffenstillstand“ im Bürgerkrieg gegen die Tigray People’s Liberation Front (TPLF). Hilfskonvois konnten nach Monaten lebensrettende Nahrungsmittel in die Region Tigray bringen. Dieser Krieg hat dramatische Spuren hinterlassen, unzählige Menschen traumatisiert, Zehntausende das Leben gekostet und zudem Millionen Äthiopier zu Flüchtlingen gemacht.

Die Not in Afar nimmt kein Ende

Die ohnehin schon gebeutelte Afar-Region im Tiefland Äthiopiens ist jedoch – wie auch andere Regionen des Landes – nicht aus der Krise. Die Krankenschwester Valerie Browning, die seit über 30 Jahren in Afar lebt und mit äußerstem Einsatz Not lindert, zeigte erschütternde Bilder:
Die komplette Zerstörung des deutschen Krankhauses Target, die Verwüstung von Gesundheitseinrichtungen, Schulen, Infrastruktur, Brunnen, Mühlen und der Hütten. All dies hat die Bevölkerung ihrer Lebensgrundlagen beraubt. Familien haben Angehörige zu betrauern, Mütter ihre Kinder verloren. Die Nomaden haben ihr Vieh und damit die wichtigste Lebensgrundlage verloren – liefern die Tiere doch Milch, das Hauptnahrungsmittel für die Kinder.

Das Leid nimmt kein Ende, denn am Horn von Afrika herrscht die schwerste Dürre seit Jahrzehnten. Die Nahrungsmittelknappheit hat sich durch den Krieg in der Ukraine verschlimmert und die Preise steigen. Aus Angst vor Landminen trauen sich die Familien nicht in ihre Heimatdörfer zurück, andere haben Angst vor Milizen. So harren die meisten Flüchtlinge in der bis 50 Grad heißen kargen Danakilwüste aus, denn die wenigen Flüchtlingslager reichen bei weitem nicht aus.

Unsere Partner leisten Nahrungsmittelhilfe und Basisgesundheitsversorgung

Die Krankenschwester Valerie Browning und ihre engagierten Helfer vom Verein APDA bemühen sich darum, das Leid zu mindern. Mit Kamelen bringen sie Getreide, Öl und Datteln, die einen hohen Kaloriengehalt haben und direkt verzehrt werden können, zu den Bedürftigen. Sie leisten Basisgesundheitsversorgung und kümmern sich darum, dass viele mangel- und unterernährten Kinder behandelt werden. Nichtsdestotrotz sterben viele Kleinkinder ehe ihnen geholfen werden kann.

Viele Fragen wurden beantwortet, doch am Ende der Veranstaltung blieb eine ratlose Zuhörerschaft zurück. Spenden sind sinnvoll, weil man weiß, dass sie genau dort ankommen werden, wo sie bitternötig sind, aber wie die Zukunft dieser Region aussehen wird blieb offen.

Jahreshauptversammlung am 20. März 2022 online

März 2022. Im Jahresbericht findet sich ein Rückblick auf das Jahr 2021, die Nachweise über die Verwendung der Spenden, der Finanzbericht, der Ausblick auf dasJahr 2022 sowie unsere Aktionen für eine bewusstseinsbildende Öffentlichkeitsarbeit.

In Nord-Afar ging der Krieg unvermindert weiter

März 2022. Die Flüchtlinge sind notdürftig in der Wüste untergebracht. Ramona Gresch reiste im Februar in die Afar-Region, um die sich vor Ort ein Bild zu machen und mit APDA zu beraten, wie geholfen werden kann.

Flüchtlingslager Madeera (Bilder: Ramona Gresch)

Zehntausende, die bereits Ende 2021 vertrieben wurden und fast alles verloren haben wurden weiter vertrieben. In der Grenzregion zu Tigray wurden Städte eingenommen, Shops, Schulen, Apotheken und Gesundheitsstationen systematisch geplündert oder zerstört. Tiere werden geschlachtet, Hütten und Häuser zerstört. Die Grenzstadt Abaala ist inzwischen menschenleer. Brunnen geben kein Wasser, weil die Pumpen nicht ohne Diesel laufen und Generatoren gestohlen oder unbrauchbar gemacht wurden. Wie viele Menschen ihr Leben verloren haben, kann keiner beziffern.

Mit unserer Projektpartnern, Valerie Browning und Ismael Ali Gardo, hat Ramona Gresch Mitte Februar 2022 zwei Flüchtlingslager besucht. Das Lager in Madeera verfügt kaum über gut gedeckte Hütten, Matten, Decken. Einige Hundert Familien leben hier. In das Lager in Guuya auf einem Schulgeländewurden bringt seit Mitte Februar 2021 die lokale Regierung Flüchtlinge. Es sind vor allem Frauen und Kinder. Bis zu 70.000 Personen werden hier untergebracht erklärte der Zuständige vom Department „Desaster Risk Reduction“. Weitere fünf Lager wurden in den sicheren Teilen der Afar-Region eingerichtet.

APDA schickt Helfer mit Kamelen beladen mit Nahrungsmitteln los, um die Not in den abgelegenen Gebieten zu lindern, dort wo keine LKW mit Hilfsgütern hinkommen. Besonders Schwangere und Kinder leiden bei Flucht und Vertreibung – vollkommen unschuldig. Gesundheitsarbeiter behandeln unterernährte und kranke Kinder. Auch wenn nicht allen geholfen werden kann, ist diese Hilfe wichtig. Aktion Not wenden leistet dazu mit den Spenden einen wertvollen Beitrag.

Stark unterernährtes Kind
Flüchtlingskind mit starker Unterernährung (Bild: Valerie Browning)

Auf YouTube schildert eine Reportage von Arte das deramatische Ausmaß des Bürgerkrieges besonders für die Zivilbevölkerung der Afar:
https://www.arte.tv/de/videos/107781-000-A/aethiopien-die-neue-front-im-buergerkrieg/

Aktion Not wenden stellt immer wieder Spenden bereit, um denjenigen zu helfen, die unverschuldet unter lebensbedrohlichen Umständen leben müssen und fast alles verloren haben. Dieser Konflikt in Äthiopien ist noch nicht gelöst.

Afar: Nothilfe für Vertriebene

Aktion Not wenden hat im Dezember Spenden übergeben, um Kinder im Flüchtlingscamp zu versorgen. Gerade diese Kinder sind durch den Krieg traumatisiert und unterernährt. Im Januar geht es vorwiegend um Nahrungsmittelversorgung der Flüchtlinge in abgelegenen Gebieten. Getreide, das ohne Kochen zubereitet werden kann sowie Datteln helfen denen, die nicht von großen Hilfstransporten versorgen werden.
Bitte hilf uns Not zu wenden!

Schwäbisches Tagblatt 13.01.2022

Wie werden die Spenden verwendet?

Nach einer Spende von uns schrieb Valerie Wir nutzten das Geld sofort, um das in Äthiopien hergestellte proteinreiche Nahrungsmittel Famax zu kaufen. Das geben wir Müttern und Kindern.“ Aktion Not wenden hilft auch Kindern in den Flüchtlingslagern. Die Kinder werden betreut und versorgt.

Unser Dank gilt auch denjenigen, die auf den Artikel im Schwäbischen Tagblatt hin gespendet haben!

Medienbeiträge

Gemeindebote Neustetten vom 14. Juli 2022

Gemeindebote Neustetten Aktion Not wenden

Radiobeitrag von Radio m

Artikel über Aktion Not wenden von Christina Lopinski in firstlife (Dezember 2020).

Artikel Schwäbisches Tagblatt November 2021

Afar-Hilfe in Äthiopien

Flüchtlinge sind vorallem Frauen und Kinder (Bild: Ramona Gresch)

Seit dem Waffenstillstandsabkommen vom 2.11.2022 gibt es wieder Hoffnung für die Geflüchteten im Norden Äthiopiens, in ihre Dörfer zurückkehren zu können.

Ebenfalls dazu: Radio m

Die aktuelle Lage

  • Gesundheitseinrichtungen, Apotheken, Läden und Schulen wurden zerstört und geplündert. Menschen vertrieben.
  • Kinder leiden besonders unter dem Verlust von Angehörigen und der Flucht.
  • Nahrungsmittel sind knapp, ebenso Feuerholz zur Zubereitung von Mahlzeiten.

Wir, von Aktion Not wenden , arbeiten alle ehrenamtlich. So entstehen keine Verwaltungskosten. Alle Spenden kommen Menschen in Not voll und ganz zugute.

Wir danken allen, die etwas dazugeben.

Dr. Ramona Gresch

Wie wir helfen

September 2022: Nahrungsmittelhilfe für Menschen in abgelegenen Regionen, die alles zurücklassen mussten.

Februar 2022: Nahrungsmittel für Flüchtlinge in abgelegenen Gebieten werden auf Kamelen von Helfern transportiert. Diese können ohne Kochen verzehrt werden.

Dezember 2021: Aktion Not wenden hilft mit Kindern in Flüchtlingslagern. Sie sind durch den Krieg traumatisiert und brauchen Betreuung.

Januar 2021: Aktion Not wenden hat wegen der Dürre und Heuschreckenplage Nahrungsmittel für Schwangere, stillende Mütter, Säuglinge und Kinder finanziert.

Flüchtlinge Äthiopien
Flüchtlingscamp Wokki
Wasser und Nahrung werden dringend benötigt
An der Straße nach Dschibuti
Ausharren bei fast 40 Grad im Schatten
Zerstörte Gesundheitsstation in Sifra
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Vertreibung und Zerstörung prägten während des Bürgerkriegs im Land den Alltag. (Bilder: Valerie Browning, November 2021)

Projektregion

Afar-Region in Äthiopien

Karte Äthiopien
Afar Region in Äthiopien (Bild: wikicommons)

Die Afar-Region in Äthiopien gilt als der heißeste bewohnte Ort der Erde. Nomaden leben dort seit tausenden Jahren in Abgeschiedenheit und Hitze von zeitweise über 50 Grad Celsius. In dieser Projektregion Afar bekämpfen wir den Hunger – insbesondere durch die Verteilung von Nahrung für Schwangere, Stillende, Säuglinge und Kinder.

Unsere Partner vor Ort

Die Partnerorganisation von Aktion Not wenden APDA (Afar Pastoralist Development Association) setzt sich in der Projektregion Afar seit mehr als 30 Jahren für die Bevölkerung ein. Langfristige Aufgaben sind Bildung und Ausbildung, eine Basis-Gesundheitsversorgung und die Einkommenssicherheit. Klimawandel, Landnahme und unvorhersehbare Katastrophen machen die Hilfe von außen zunehmend nötig. Die Krankenschwester und Hebamme Valerie Browning lebt seit rund 35 Jahren in dieser unwirtlichen Gegend und ist unsere Partnerin vor Ort. Sie koordiniert die Hilfe für die Notleidenden. Seit mehr als 20 Jahren sind wir befreundet. Deshalb wissen wir, dass unsere Spenden dort wirklich eingesetzt werden, um die Not zu wenden.

Afar Nomaden auf der Suche nach Wasser, Nahrung, Futter
Auf der Suche nach Wasser, Nahrung, Futter. Traditionell transportieren die Afar-Hirtennomaden ihre Hütte auf einem Kamel. Der ganze Hausstand kann leicht ab- und wieder aufgebaut werden. (Bild: Ramona Gresch)

Kinder leiden ganz besonders

Über die Hälfte der rund 1,5 Millionen Einwohner in unserer Projektregion lebt unterhalb der Armutsgrenze. Verbreitet ist eine hohe Säuglingssterblichkeit und Wachstumsstörungen bei Kindern. Etwa ein Drittel der Kinder sind untergewichtig.
Die Existenzgrundlage der Menschen ist Viehzucht teils gemischt mit Ackerbau. Dramatisch hat sich der Krieg auf die Ernährung und Gesundheit der Bevölkerung ausgewirkt. Die Rebellen haben Schulen, Gesundsheitsstationen, Apotheken und Mühlen im Norden der Afar-Region zerstört. Sie haben die Tiere der Nomaden geschlachtet, um selbst zu essen. Tausenden Familien fehlt das Nötigste zum Überleben. Aktion Not wenden leistet mit APDA Nahrungsmittelhilfe wo die Menschen hungern.

Langfristige Verbundenheit und Vertrauen

Dr. Ramona Gresch von Aktion Not wenden, war seit 1999 viele Male in der Afar-Region unterwegs. Sie bürgt für eine sinnvolle Verwendung der Spenden. Ohne Abzüge und Verwaltungskosten geben wir ihre Spende an die notleidenden Menschen weiter. Unterstütze/n Sie unser Projekt Afar-Hilfe!

Weitere Informationen

Aktueller Radiobeitrag von Radio m

Artikel von Christina Lopinski in firstlife (Dezember 2020).

Spenden

Wir arbeiten ehrenamtlich und ohne Verwaltungskosten, so dass alle Spenden ohne Abzüge den Menschen in Not zugute kommen.

Herzlichen Dank für jede Spende! Die Menschen in Äthiopien sind ausgesprochen dankbar dafür.

Spendenkonto

BegünstigterAktion Not wenden
IBANDE81 6415 0020 0004 4680 57
BICSOLADES1TUB
GeldinstitutKreissparkasse Tübingen
VerwendungszweckSpende (ggf. Adresse für Spendenbescheinigung)
QR-Code in der Bank-App scannen um die Daten zu übertragen.

Spenden an Aktion Not wenden sind steuerlich absetzbar. Spenden bis 300,00 Euro erkennt das Finanzamt mit Kontoauszug und vereinfachtem Spendennachweis an (siehe JStG 2020). Diese können hier heruntergeladen werden (Jahr beachten):

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir nur bei Spenden über 300,00 Euro oder auf Anfrage eine Spendenbescheinigung ausstellen. Bitte senden Sie uns dafür die vollständige Adresse an info@aktionnotwenden.de oder fügen Sie diese dem Verwendungszweck bei.

PayPal

Hinweis: Bei Spenden via PayPal berechnen diese 1,5% des Spendenbetrags + 35 Cent als Transaktionsgebühr. Bei Spenden empfehlen wir deshalb eine direkte Banküberweisung.

Sonstige Unterstützungsmöglichkeiten

Mädchen in äthiopischer Wüste
Diese Afar Mädchen wünschen sich eine sorgenfreie Zukunft (Bild: RG)