Aktuelles

Die Jahreshauptversammlung fand am 20. März 2022 online statt

Im Jahresbericht findet sich ein Rückblick auf das Jahr 2021, die Nachweise über die Verwendung der Spenden, der Finanzbericht, der Ausblick auf das jahr 2022 sowie unsere Aktionen für eine bewusstseinsbildende Öffentlichkeitsarbeit.

In Nord-Afar geht der Krieg auch im März 2022 unvermindert weiter

Die Flüchtlinge sind notdürftig in der Danakilwüste untergebracht. Ramona Gresch ist Mitte Februar in die Afar-Region gereist, um die sich vor Ort ein Bild zu machen und mit APDA zu beraten, wie geholfen werden kann.

Flüchtlingslager Madeera (Bilder: Ramona Gresch)

Zehntausende, die bereits Ende 2021 vertrieben wurden und fast alles verloren haben werden weiter vertrieben. In der Grenzregion zu Tigray wurden Städte eingenommen, Shops, Schulen, Apotheken und Gesundheitsstationen systematisch geplündert oder zerstört. Tiere werden geschlachtet, Hütten und Häuser zerstört. Die Grenzstadt Abaala ist inzwischen menschenleer. Brunnen geben kein Wasser, weil die Pumpen nicht ohne Diesel laufen und Generatoren gestohlen oder unbrauchbar gemacht wurden. Wie viele Menschen ihr Leben verloren haben, kann keiner beziffern.

Mit unserer Projektpartnern, Valerie Browning und Ismael Ali Gardo, hat Ramona Gresch Mitte Februar 2022 zwei Flüchtlingslager besucht. Das Lager in Madeera verfügt kaum über gut gedeckte Hütten, Matten, Decken. Einige Hundert Familien leben hier. In das Lager in Guuya auf einem Schulgeländewurden bringt seit Mitte Februar 2021 die lokale Regierung Flüchtlinge. Es sind vor allem Frauen und Kinder. Bis zu 70.000 Personen werden hier untergebracht erklärte der Zuständige vom Department „Desaster Risk Reduction“. Weitere fünf Lager wurden in den sicheren Teilen der Afar-Region eingerichtet.

APDA schickt Helfer mit Kamelen beladen mit Nahrungsmitteln los, um die Not in den abgelegenen Gebieten zu lindern, dort wo keine LKW mit Hilfsgütern hinkommen. Besonders Schwangere und Kinder leiden bei Flucht und Vertreibung – vollkommen unschuldig. Gesundheitsarbeiter behandeln unterernährte und kranke Kinder. Auch wenn nicht allen geholfen werden kann, ist diese Hilfe wichtig. Aktion Not wenden leistet dazu mit den Spenden einen wertvollen Beitrag.

Stark unterernährtes Kind
Flüchtlingskind mit starker Unterernährung (Bild: Valerie Browning 2021)

Auf YouTube schildert eine Reportage von Arte das deramatische Ausmaß des Bürgerkrieges besonders für die Zivilbevölkerung der Afar:
https://www.arte.tv/de/videos/107781-000-A/aethiopien-die-neue-front-im-buergerkrieg/

Aktion Not wenden stellt immer wieder Spenden bereit, um denjenigen zu helfen, die unverschuldet unter lebensbedrohlichen Umständen leben müssen und fast alles verloren haben. Dieser Konflikt in Äthiopien ist noch nicht gelöst.

Afar: Nothilfe für Vertriebene

Aktion Not wenden hat im dezember Spenden übergeben, um Kinder im Flüchtlingscamp zu versorgen. Gerade diese Kinder sind durch den Krieg traumatisiert und unterernährt. Im Januar geht es vorwiegend um Nahrungsmittelversorgung der Flüchtlinge in abgelegenen Gebieten. Getreide, das ohne Kochen zubereitet werden kann sowie Datteln helfen denen, die nicht von großen Hilfstransporten versorgen werden.
Bitte helfen auch Sie Not zu wenden!

Schwäbisches Tagblatt 13.01.2022

Wie werden die Spenden verwendet?

Nach einer Spende von uns schrieb Valerie Wir nutzten das Geld sofort, um das in Äthiopien hergestellte proteinreiche Nahrungsmittel Famax zu kaufen. Das geben wir Müttern und Kindern.“ Aktion Not wenden hilft auch Kindern in den Flüchtlingslagern. Die Kinder werden betreut und versorgt.

Unser Dank gilt auch denjenigen, die auf den Artikel im Schwäbischen Tagblatt hin gespendet haben!

Medienbeiträge

Aktueller Radiobeitrag von Radio m

Artikel über Aktion Not wenden von Christina Lopinski in firstlife (Dezember 2020).

Artikel Schwäbisches Tagblatt November 2021